Braucht eine Community Nutzerwertungen?
Es wurde hier in den Comments schon öfter vorgeschlagen, ein Bewertungssystem für die Nutzer einzuführen. Für bestimmte Aktionen soll der Nutzer Punkte erhalten, und somit seinen gesellschaftlichen Stand in der Community zu steigern :) Man kann sich zwei verschiedene Modelle vorstellen. Das Eine wäre, Punkte für verschiedenen Aktionen zu vergeben, und das Andere wäre eine Bewertung des Nutzers durch andere Nutzer, wie es zb bei den Digg-News angewendet wird.
Ich kann mir gut vorstellen, dass beide Systeme funktionieren könnten. Beim Ersten hat man aber das Problem des Zumüllens, denn wenn es für Aktionen Punkte gibt, werden einige Nutzer einfach nur Müll schreiben, um die nötigen Punkte abzusahnen. Ich weiß auch nicht, ob ein Wordcount da etwas hilft, dann schreibt er halt 20 Wörter Müll. Aber es bietet halt die Möglichkeit von sich aus aufzusteigen, und nicht auf die Bewertungen der Nutzer angewiesen zu sein. Das Digg-System ist sauberer, aber schwerer zu fassen. Warum sollte ein Nutzer einen Anderen gut bewerten wollen? Und so ist man auf die Nutzer angewiesen einen zu pushen. Die andere Frage ist auch, was bringen einem denn die Punkte am Ende. Man legt sich ins Zeug und hat paar Punkte gesammelt, fühlt sich natürlich besser als der Rest, aber was kann man sich nun mit den Punkten leisten? Da muss ja was cleveres dahinter stecken.
Braucht man Bewertungen?
wenn sich user gegenseitig bewerten können, entsteht das problem das man sich gegenseitig gute bewertungen zuschanzt. ganz nach dem ebay-motto: ich bewerte mich gut, dafür du mich auch. und jeder hat angst das wenn er jemanden schlecht bewertet, dieser einem auch eine schlechte bewertung reindrückt.
Comment by Florian — March 28, 2007 @ 9:23 am
Wichtig ist doch was mit der Bewertung erreicht werden soll. Man führt ja keine Bewertung / User Rating seiner selbst willen ein. Eine Bewertung der Nutzer sollte immer dazu dienen die User in eine bestimmte Richtung zu steuern z.B. mehr Inhalte einzustellen. Wenn man genügend finanzielle Mittel in der Rückhand hat, dann kann man da natürlich auch Preise ausloben.
Welche Ziele sollen also erreicht werden?
Comment by Stefan Berge — March 28, 2007 @ 2:09 pm
Gut dann schreiben die Leute irgendwelchen Mist, nur damit sie die Preise kriegen ;)
Siehe Ciao oder Dooyoo… da wurde teilweise jeder Mist getestet und bewertet, Hauptsache man kriegt Geld oder Punkte dafür.
Ich würde die Punktevergabe so gestalten, dass keine Manipulation möglich ist … und wenn dann nur wenig Punkte vergeben, damit es nicht ins Gesamtgewicht fällt.
Comment by mouse — March 28, 2007 @ 7:04 pm
Siehe auch: http://lsvp.wordpress.com/2007/03/28/game-mechanics-applied-to-social-media-easy-to-learn-hard-to-master/
Der angesprochene Preis sollte übrigens nur ein zusätzlicher Motivator sein. Bei Qype funktioniert es ja scheinbar auch. Schließlich wird man dort nach 100 Bewertungen Insider. Das die Leute dann dort nur Mist einstellen um diesen Status zu erreichen würde ich nicht sagen.
Noch ein Beispiel? XING: Wer genügend Leute einlädt bekommt für eine begrenzte Zeite eine Premiummitgliedschaft.
Alles sehr gezielte Maßnahmen bei denen ein Rating der Nutzer mit einer gewissen Entlohnung verbunden ist.
Comment by Stefan Berge — March 28, 2007 @ 8:10 pm
Piranho vergibt Punkte unter anderem für Forum Posts. Das läuft darauf hinaus, dass es eine sehr strenge Moderation gibt und andauernd irgendetwas gelöscht wird, weil es aussieht als ob man sich nur Punkte ergattern will. Also diese Idee halte ich für schlecht.
Bei Digg werden User nach persönlichen Meinungen runterbewertet. wiederum bei gunzfactor.com funktioniert das Karma System ganz gut.
Ich denke, dass Die Bewertung bei auf bestimmte Gruppen eingeschränkten Projekten gut funktioniert, bei größeren, offenen Projekten allerdings eher weniger.
Von daher würde ich bei einem social Network davon abraten, das macht einfach zu viel kaputt.
Comment by Christoph Wagner — March 29, 2007 @ 4:02 pm